Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

October 08 2019

Warum Künstliche Intelligenz?

Wie kam es von der Idee eines “complex information processing” zum Begriff der Künstlichen Intelligenz? Und was hat das mit ihrer Kontrolle zu tun?

Eine Rezension des Buches Human Compatible: Artificial Intelligence and the Problem of Control von Stuart Russell Viking (2019) in Nature gibt dazu ein paar Einblicke.

David Leslie: Raging robots, hapless humans: the AI dystopia  (2.Okt. 2019, Nature)

September 25 2019

Biometric Selfies

Ein schönes Fundstück.

Alle Inhalte und Daten von pirati sind unter der Creative Commons Attribution 3.0 Lizenz verfügbar.

cfp: Podcasts und die neue Audiokultur

Nur weil es inzwischen mit den Berichten aus Panoptopia auch einen Podcast der Surveillance Studies gibt, verlinke ich hier auch den folgenden Call for Papers für das Journal Kommunikation@Gesellschaft (und auch weil ich sowohl das Journal mitherausgebe, als auch für den Call mitverantwortlich bin).

cfp: “Senden, Hören, Teilen: Podcasts und digitale Audiokultur[en]”.

Einreichungsfrist für Abstracts ist der 15.11.2019

September 24 2019

Kontrollverlust

Die Sendereihe Radiokolleg von Ö1 entwickelt sich zu einer Lieblingsserie. Neulich 4 Teile zum Gesicht, nun mehrere Teile zum Kontrollverlust mit dem Titel “Fäden in der Hand”. Autorin ist in diesem Fall Sarah Kriesche, u.a. Preisträgerin des Surveillance Studies-Journalistenpreises.

Was passiert, wenn man die Fäden in der Hand hat und alle Stricke reißen? Das Bedürfnis nach Kontrolle und Selbstbestimmung zählt zu den psychischen Grundbedürfnissen des Menschen. Sowohl für das individuelle, als auch das gesamtgesellschaftliche Wohlbefinden zählt nicht nur, Kontrolle zum Beispiel über eine Situation zu erlangen, sondern auch, Kontrolle abgeben zu können.
Doch inwieweit ist es in einer datengetriebenen Welt noch möglich, Situationen zu kontrollieren? Technische Hilfsmittel, wie zum Beispiel das Smartphone, sollen das Leben angenehmer gestalten; die wahren Absichten der Architektinnen und Architekten der Hard- und Software, scheinen oft im Verborgenen zu liegen.

Radiokolleg – Fäden in der Hand? Über Frust und Lust beim Kontrollverlust (1) 23.9.2019

Radiokolleg – Fäden in der Hand? Über Frust und Lust beim Kontrollverlust (2) 24.9.2019

Radiokolleg – Fäden in der Hand? Über Frust und Lust beim Kontrollverlust (3) 25.9.2019

Studie: Polizeigewalt

Zu der von der Uni Bochum durchgeführte Studie “Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte” wurde jetzt ein Zwischenbericht veröffentlicht. Dieser betrifft zunächst vor allem die statistischen Daten und erklärt die Dunkelfeldstruktur sowie die Erhebung selbst. Das ist alles sehr lesenswert. Mich persönlich interessiert allerdings die im Bericht avisierten Ergebnisse bzw. die Studieninhalte des 2ten Teils viel mehr, denn da geht es um die Eskalationsverläufe, und um eher qualitative Ergebnisse. Dennoch, der Zwischenbericht lohnt einen Blick.

Zwischenbericht.

In der Zeit gab es dazu eine ebenfalls lesenswerte Besprechung und Einordnung: Die falsche Staatsgewalt (17.9.2019)

September 12 2019

Die vielen Seiten des Gesichts

Die Gesichtserkennung ist gerade das heiße Thema in vielen Medien, auch gestellt mit der unvermeidlichen (und leider sehr verkürzenden) Frage “Was macht das mit uns?”. Daphne Hruby von Ö1 hat sich des Themas einmal anders angekommen und die Bedeutung des Gesichtes in der Kultur angeschaut. In 4 Beiträgen erkundet sie die vielen Facetten des Themas von den Ideen des Johann Kaspar Lavater bis hin zum chinesischen Social Scoring-System, welches eben mit Gesichtserkennung arbeitet.

Eine Zehntelsekunde – nur so lange brauchen wir, um vom Gegenüber einen ersten Eindruck zu bekommen. Ist er attraktiv, ist sie sympathisch, ist der Mensch interessant oder gefährlich – gewonnen wird diese Information vor allem aus unserem Gesicht. Treue, Intelligenz, soziale Herkunft – die Palette, was Studien alles aus unserem Antlitz zu lesen glauben, ist breit.

Die vier sehr kurzweiligen Stücke kann man hier hören – oder sich auch als Podcast abonnieren.

Die vielen Seiten des Gesichts (1)

Die vielen Seiten des Gesichts (2)

Die vielen Seiten des Gesichts (3)

Die vielen Seiten des Gesichts (4)

High-Rise und das neue Wohnen in Hamburg

Über meine Beigeisterung des Buches High Rise von JG Ballard habe ich in den vergangenen Wochen ja schon öfter berichtet.

Bei einem Stadtspaziergang in der von mir koordinierten Sommerschule “Stadt und Konflikt” waren wir auch in der so genannten “(Neue) Mitte Altona” und beim Anblick einiger der neuen Häuser, war ich doch sehr an das Buch erinnert.

Vor allem die Balkone eines Bauabschnittes haben es mir dabei angetan.

© 2019 Nils Zurawski © 2019 Nils Zurawski © 2019 Nils Zurawski © 2019 Nils Zurawski © 2019 Nils Zurawski

September 09 2019

Journal: Visibilities and New Models of Policing

Die neuese Ausgabe des Journals Surveillance & Society widmet sich der Polizei: Visibilities and New Models of Policing, Vol 17 No 3/4 (2019).

This special issue, guest edited by Keith Spiller and Xavier L’Hoiry, investigates the blurring of boundaries between police and publics, particularly with respect to citizen-based policing schemes. In addition to an editorial introduction and nine curated articles, the issue includes nine regular articles and a number of book reviews.

Die Artikel reichen von BodyCams zu protest policing, von der Rolle sozialer Medien für vigilante Nachbarschaftswachen, bis hin zur Idee einer Ordnung ohne Polizei und einige mehr.

Konferenz: Quo vadis Überwachung

Ich hätte einen Titel besser gefunden, der fragt wohin die Gesellschaft geht, nicht die Überwachung, denn so könnte man auch annehmen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, aber das ist nur mein soziologisch gefärbter Blick. Ansonsten empfehlenswert, wenn die Kollegen von netzpolitik.org eine Konferenz abhalten.

Preview #15np: Quo vadis, Überwachung?

 

August 30 2019

Richard Sennett “Die offene Stadt”

Für Soziopolis habe ich eine Rezension von Richards Sennets Buch “Die offene Stadt” geschrieben.

Im Buch gibt es auch Anschlussmöglichkeiten für die Themen Kontrolle und moderne Stadt, wie ich in der Rezension auch festhalte:

Um Sennetts These einmal konkret nachzuvollziehen, möchte ich hier auf das meines Erachtens gelungenste Kapitel eingehen – Kapitel 6: Tocqueville in Technopolis. Für seine Gegenüberstellung von offener und geschlossener Stadt wählt er das Beispiel der so genannten Smart City. Diese Städte der Zukunft werden maßgeblich von digitaler Technologie mitbestimmt, die in ihre Infrastruktur eingewoben sein wird und auf diese Weise steuern oder gar bevormundend eingreifen kann. Sennett beschreibt die Möglichkeiten zur Nutzung der Smart City als koordinierend oder vorschreibend. Die erste Variante ergänzt sich Sennett zufolge ideal mit dem Konzept einer offenen Stadt(entwicklung) und symbolisiert diese, während die zweite, vorschreibende Variante eine geschlossene Stadt nach sich zieht. Als Beispiel für Letzteres führt der Autor das Googleplex in New York an, ein geschlossener Ort, den Sennett als eine Art Ghetto bezeichnet. Innerhalb dieses Komplexes sollen die Angestellten möglichst wenig mit den Profanitäten des täglichen Lebens in Berührung kommen, sie sollen sich auf die Arbeit konzentrieren, möglichst rund um die Uhr.

August 28 2019

August 20 2019

Kommentar: Polizei und Vertrauen

Ich habe für Deutschlandfunk Kultur am 15.8.2019 ein Politisches Feuilleton zu Polizei und Vertrauen gemacht. Der Umstand, dass vieles bei der Polizei darauf hindeutet, dass die Polizei dem Bürger nicht vertraut, sich aber umgekehrt darüber beschwert, dass der Bürger Transparenz möchte, um das Vertrauen zwischen beiden zu verbessern, hat mich beschäftigt.

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/08/15/polizei_die_entfremdeten_buerger_in_uniform_drk_20190815_0722_ff8f870c.mp3

Dass am gleichen Abend eine ARD-Kontraste-Dokumentation zu gleichen Thema lief, war Zufall, bringt aber noch eine andere Dimension in die Debatte.

Staatsgewalt – Wenn Polizisten zu Tätern werden, (RBB 15.8.2019, generell: ARD, Kontraste, Erstausstrahlung am 29.07.2019/Im ERSTEN/rbb)

Und dann noch eine Link zur auch von mir erwähnten Studie Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte” der Uni Bochum.

August 07 2019

“Dritte Welt” als Versuchskaninchen der Überwachung?

Warum sollte moderne Überwachungstechnologie Halt vor Weltgegenden machen, die, so könnte man meinen, andere Probleme haben. Aber Authentifizierung und Identifizierung spielen zum einen in vielen Zusammenhängen eine wichtige Rolle:

Immer wieder werden in verwüsteten Gegenden Hilfsprogramme missbraucht, und die Stärksten bereichern sich. Das WFP argumentiert, nur mit biometrischen Prüfungen könnten die Hilfsgüter die wirklich Bedürftigen sicher erreichen. Sonst fließe das Geld an Kriegsparteien, das könne man als humanitärer Helfer nicht zulassen. Doch das Misstrauen gegen die internationale Organisation ist groß, und einmal mehr stößt der Einsatz biometrischer Systeme auf Widerstand.

Zum anderen ist die Vermutung des Autors des Artikels Biometrie in Hilfsprogrammen. Ohne Gesichts-Scan kein Essen (SZ, 6.8.2019, Autor: Adrian Lobe) dass hier ein Testbed für Überwachungstechnologien bestehen könnte nicht so weit hergeholt.

Die Journalistin und Medientheoretikerin Ariana Dongus argumentiert, die Flüchtlingscamps des UNHCR seien “Versuchslabore für biometrische Datenerfassung”: Neue Technologien würden im globalen Süden getestet, bis sie in der westlichen Welt als sicher und damit verkäuflich gelten. Die neomarxistische These: Der Norden liefert die Technik, den Menschen im unterentwickelten Süden bleibt nichts anderes übrig, als diese zu nutzen. Die Abhängigkeit geht weiter.

So wurden viele Technologien und Verfahren ehedem in den Kolonien getestet und verbessert. Und in Ergänzung zu dem Artikel sei hier der Bericht Track, Capture, Kill: Inside Communications Surveillance and Counterterrorism In Kenya von Privacy International empfohlen, der zusätzliche Informationen liefert und die These stützen würde. 

October 26 2018

Geheimdienste und die Forschung

Ein Artikel in der FAS (leider nicht online gefunden, 1.7.2018) hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich wollte es hier nicht unerwähnt lassen. Die CIA betreibt ein eigenes Forschungsjournal – Studies in Intelligence.

The mission of Studies in Intelligence is to stimulate within the Intelligence Community the constructive discussion of important issues of the day, to expand knowledge of lessons learned from past experiences, to increase understanding of the history of the profession, and to provide readers with considered reviews of public literature concerning intelligence.

Nun denn, ungewöhnlich, vielleicht sogar ein wenig schräg, aber ein Blick lohnt sich bestimmt. Ob dieses Journal auch Vorbild für die American Literary Historical Society aus Three Days of the Condor war ist unklar, es läge aber nahe.

Reposted fromteleschirm teleschirm

August 14 2018

Geheimdienste und die Forschung

Ein Artikel in der FAS (leider nicht online gefunden, 1.7.2018) hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich wollte es hier nicht unerwähnt lassen. Die CIA betreibt ein eigenes Forschungsjournal – Studies in Intelligence.

The mission of Studies in Intelligence is to stimulate within the Intelligence Community the constructive discussion of important issues of the day, to expand knowledge of lessons learned from past experiences, to increase understanding of the history of the profession, and to provide readers with considered reviews of public literature concerning intelligence.

Nun denn, ungewöhnlich, vielleicht sogar ein wenig schräg, aber ein Blick lohnt sich bestimmt. Ob dieses Journal auch Vorbild für die American Literary Historical Society aus Three Days of the Condor war ist unklar, es läge aber nahe.

Reposted byteleschirm teleschirm

August 12 2018

Lauschangriff aus der Tiefe

Der Beitrag ist zwar schon etwas älter (Novermber 2017), aber weil ich gerade in Hamburg eine großartige Arbeit von Trevor Paglen (webseite) gesehen habe (Kunsthalle, Control / No Control), will ich hier diesen Tipp auch posten.

Es geht um einen Betrag in der Zeitschrift Mare mit dem Titel Lauschangriff aus der Tiefe, in der es um die Seekabel des Internets geht.

Seekabel bilden die Nervenstränge unserer digitalen Gesellschaft. Ohne sie gäbe es die markantesten Formen des Kapitalismus nicht. 2012 berechnete die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft, dass der Datenverkehr durch die Seekabel einem Transaktionswert von zehn Trillionen US-Dollar entspricht – und zwar täglich.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 23. September. Lohnenswert!!

August 01 2018

Ringvorlesung: Polizei

Dieses ist eine Vorankündigung für eine Ringvorlesung, die ich für das Wintersemester 2018-19 an der Uni Hamburg organisiert habe.

Polizei: Wissenschaftliche Perspektiven auf eine Institution.

An 7 Terminen jeweils montags, 18 – 20 Uhr, Raum 221, Westflügel, Edmund-Siemers-Allee 1.

Artikel: Überwachung von Athleten

Marcel Scharf, Nils Zurawski, Tom Ruthenberg:

Negotiating privacy. Athletes’ assessment and knowledge of the ADAMS. in Performance Enhancement & Health, online published 31.7.2018.

(Bei Interesse bei mir melden)

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl