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February 04 2012

Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami

Heute fand in Berlin die kleine Konferenz “Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami” statt. Gedacht auch als Mobilisierungsveranstaltung gegen den Berliner Polizeikongress, die jährliche Berliner “Sicherheit”sbörse, war er doch eher eine Informationsveranstaltung über den Umgang von Polizei und anderen Behörden mit den neuen technischen Möglichkeiten der Überwachung (insbesondere Handy und Internet) sowie eine Suche nach Möglichkeiten für Abwehr, Selbstschutz und Stärkung von Bürger_innenrechten.
Allgemeine Charakteristika solcher Veranstaltungen gab es auch hier zuhauf, nicht zuletzt viel Arbeiten mit einer Hermeneutik des Verdachts, die sich aber zwingend aus dem Themenbereich ergibt. Denn verfügbar für die Analyse des Protest-Policings sind viele Themenpapiere, Rahmenbeschlüsse, Wissen um angestrebte und z.T. realisierbare und z.T. realisierte Erkundungstechnologien und oft krasse Einzelerfahrungen. Systematisch gesammelte und umfassende Informationen, bspw. über technische Algorithmen und polizeiliche Auswertungspraxis bei großen Datensammlungen wie jüngst beim Dresdner Abhörskandal, sind kaum zugänglich. Auch dies mag am Ende mit dazu beigetragen haben, dass die anwesenden (kapitalismus- und staatskritischen, autonomen) Linken und eher Liberalen (bspw. AK Vorrat, Thilo Weichert) nicht recht eine gemeinsame Sprache finden konnten. Interessant auch die (fast) entlang der gleichen Konfliktlinie verlaufende Spaltung zwischen Befürworter_innen eher technischer (technokratischer? nerdiger?) und eher politischer Gegenstrategien. Auch wenn das einen etwas ratlos zurücklassen kann, lohnt sich doch ein ‘Blick’ in die Audiodokumentation und die teils sehr lustig kommentierenden Tweets.

January 25 2012

NYPD Drive-by-Scanning

Who needs to be stopped for a search if a Police Officer can scan you from the comfort of his car?

“This technology has shown a great deal of promise as a way of detecting weapons without a physical search,” said New York City Police Commissioner Ray Kelly during his State of the NYPD address on Tuesday.

The gun scanning technology will help lessen the need for NYPD’s use of Stop and Frisk procedures that allowed officers to stop New Yorkers for random street interrogations or searches. In 2011, about 600,000-plus New Yorkers were stopped.

See the video to learn how it works.

January 09 2012

Geo-Textilien

Nicht überirdische oder gar Satelliten-gesteuerte Überwachung – sondern eine die tief im Boden versteckt ist: Geotextilien, die das Eindringen in einem bestimmten Raum kontrollieren können, ohne dass  auch nur der Hauch von Technik offensichtlich wird. Im überaus interessanten Blog BldgBlog von Geoff Manaugh hat der Autor dazu einen langen Beitrag geschrieben und mit sehr guten Bildern illustriert.

Drone Landscapes, Intelligent Geotextiles, Geographic Countermeasures.

Es lohnt sich!

ps. Ich merke gerade das die Kategorie Stadt/Urbanismus erweitert werden muss.

December 12 2011

Sicherheit in Israel

Jeder der eine Reise nach Israel unternimmt und es sehen will, sieht es auch: Kameras, Sicherheitsmaßnahmen, Checkpoints und vieles mehr. Israel ist ein Land der Sicherheit – aus allen bekannten Gründen. Es ist auch ein großartigs und unglaublich vielfältiges Land, dass es mir schwerfällt einfache Antworten zu Gesellschaft, Konflikt oder gar dessen Lösung zu geben. Nach dem Besuch mehr als zuvor.

Mauer der alten Stadt in Jerusalem mit Videoüberwachung Mauer am Ramallah Checkpoint Ausgang des Geländes vor der Klage-Mauer

Dennoch haben mich die Checkpoints, mit denen ich mich seit einiger Zeit in einigen Seminaren beschäftigt habe, nachhaltig beeindruckt. Da wir keine Fotos im Checkpoint machen durften, verweise ich auf die Seite von Machsom-Watch, einer Organisation, die vor Ort den Palästinensern hilft und den Staat nervt, da sie die Situation der Checkpoint unerträglich findet – eine recht milde Beschreibung für das, was da passiert. Aus einer Forschungsperspektive ist die in Architektur gebaute Überwachung, Kontrolle und Sicherheit ein zentraler Punkt. Ein kurzer Vortrag eines ex-Vorstandes von Nice Security, hat da auch vor allem, gezeigt, wie man Probleme produziert für die man die Lösung teuer verkaufen kann – wenn es denn technisch sein soll. Die Frage, die unweigerlich aufkam, war ob eine andere Sicht der Dinge und der möglichen Lösungen, nicht auch den Blick auf die Probleme ändern würde – erzeugte vor allem verwundertes Schulterzucken (keine Überraschung!). Die Militarisierung, wie sie Stephan Graham in Cities under Siege beschrieben hat, ist in Israel an vielen Orten in unterschiedlicher Ausprägung zu besichtigen.

So einfach, so klar, wie die Lage von hier oftmals scheint, ist es nicht – das wird auch dann deutlich, wenn man einmal bei Haaretz die Artikel, vor allem die Leitartikel, nachliest, die sich mit den Widersprüchen der israelischen Gesellschaft, der Politik der Besetzung, der Verteidigung, der Situation eines multi-religiösen Staates und anderen augenfälligen Dingen beschäftigen.

Eine eindeutige Stellung zu der einen oder anderen Seite zu beziehen, fällt mir nicht nur schwer, sondern halte ich auch für unsinning. Dafür ist die Situation zu kompliziert und die Lösungen nicht einfach – eine militärische wird es aber letztendlich nicht sein. Da ist meine Stellung allerdings recht eindeutig.

Polizei-Ausstattung historisch

in der  New York Times (3.12.2011) findet sich ein schönes Bild zum Vergleich von Polizei-Ausstattunge im Laufe der Zeiten – vielsagend und aus Forschungsperspektive nicht ganz neu, aber sehr anschaulich.

Der Artikel Riot Gear’s Evolution  erklärt das ein wenig – dazu noch ein Artikel zur Militarisierung der Polizei (When the police go military) generell.

(Danke für den Tipp, Sergej)

October 03 2011

Eine Nation von Verdächtigen

Auf Truth-out.org erschien vergangene Woche der Artikel “A Nation of “Suspects” – lang, aber mit sehr interessanten Links und Hinweisen.

Unter anderem wird auf ein Projekt der ACLU hingewiesen, in dem es um das Vermächtnis des 11.9.2001 hinsichtlich der Heimatssicherung und den Freiheitsrechten geht – Ten Years Later: Surveillance in the “Homeland”.   Darin u.a. der Blog mit einer Serie von Geschichten zur Surveillance in the Homeland. Lesenswert, wenn auch aus rein amerikanischem Blickwinkel.

ps. Auch hier gibt es als zentrales Bild zwei Kameras, mal wieder…

September 13 2011

Die Folgen von 9/11

Das Internet-Radio von Deutschland Radio (dradio Wissen) hat eine 4-teilige Serie zu den Folgen des 11. September 2001 auf dem Netz stehen. Angesichts der Folgen die es auch für Überwachung, Kontrolle, Sicherheit und die Privatsphäre hatte, denke ich ein Hinweis ist hier angebracht.

Die Folgen von 9/11.

ps. Die Urlaubszeit ist vorbei und der Blog wird wieder häufiger mit neuen Sachen aufwarten.

July 27 2011

Schwarze Hafennächte: BKA

Aus der Vorschau der Hafennächte nehme ich mal diese Veranstaltung, da sie durchaus für das Überwachungs- und Kontrollpublikum interessant sein könnte

Michael Jürgs – BKA

Dienstag, 30. August, 20:30 Uhr, Speicherstadt-Kaffeerösterei, Kehrwieder 5, 20457 Hamburg

Am 15. März 1951, also fast genau vor 60 Jahren, wurde das BKA, das Bundeskriminalamt gegründet. Über die genauen Strukturen und Ermittlungsmethoden allerdings ist kaum etwas bekannt. Bestsellerautor Michael Jürgs erlaubt erstmals einen Blick hinter die Fassaden des „BKA“.

www.schwarzenaechte.de

July 06 2011

Überwachung: Geschäft ist Geschäft

Cisco und China gemeinsam gegen … nun ja … “crime”?

Western companies including Cisco Systems Inc. are poised to help build an ambitious new surveillance project in China—a citywide network of as many as 500,000 cameras that officials say will prevent crime but that human-rights advocates warn could target political dissent.

(Quelle: WSJ)

May 22 2011

10 Jahre 9/11- Menschenrechte in Zeiten des Terrors

Es nähert sich ein Jubiläum. 10 Jahre 11.September 2001. In der Sicherheitsdebatte ist mit den schrecklichen Ereignissen dieses Tages vieles erklärt worden. Manche Überwachungs- und Kontrollmaßnahme hatte damit sicher nichts weiter zu tun oder brauchte die Ereignisse bestenfalls noch als Katalysator oder Vorwand – andere gab es immer auch. Trotz allem macht es Sinn zu bilanzieren, wie sich Überwachung und Kontrolle seitdem entwickelt sowie Freiheits- und Menschenrechte (rück)entwickelt haben.

In seiner wohl vorerst letzten Ausgabe widemet sich dem Thema ein “Salon Surveillance” in Leipzig. Zu Gast ist als Referent Rolf Gössner. Die einst von der Leipziger Kamera ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe wird derzeit noch von wenigen Einzelpersonen getragen und vom Verein Engagierte Wissenschaft und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen unterstützt.

Mehr Infos gibt es hier.

Donnerstag, 26.5., 19 Uhr, Halle 14 (Spinnereistraße 7, Leipzig). Eine ähnliche Veranstaltung gibt es am Tag davor (25.5., 19 Uhr) in Meißen (Kunstverein, Marktstr. 9).

May 19 2011

Der Terrorexperte

Harald Martensteins Glossen und Kolumnen sind nicht immer mein Geschmack und wohl auch nicht jedermanns – aber diese hier ist herrlich und passt auch hervorragend zu unserem Thema: Der Terrorexperte.

“Es handelt sich um den letzten echten Männerberuf” Harald Martenstein über den Traumjob Terrorismusexperte

Über den Experten Rolf Tophoven, der in der Kolumne nicht vorkommt, dafür aber in der Vergangenheit oft in vielen großen Medien und auch heute noch sehr prominent – immerhin hat er ein eigenes Institut – soll sich jeder per Suchmachine selbst ein Bild machen. Da scheint so manches schief zu sein.

May 15 2011

Die Grenzen Europas…

.. nun auch im gut gemachten Tatort vom 15.5.2011 - “der illegale Tod” von Radio Bremen (hier die Chatseite mit vielen zusätzlichen Hintergründen), bei dem Frontex nicht wirklich gut wegkommt und durchaus wichtige Fragen gestellt werden. Es geht um Flucht, darum das Richtige zu tun, Frontext und die Unmenschlichkeit, mit der die EU ihre (unsere?!) Außengrenzen sichert.

Im Tatort wird auch sehr anschaulich gezeit, welche tollen Technologien und wirtschaftliche Interessen mit den Grenzen zusammen hängen. Ein Bereich von Überwachung, der viel zu wenig thematisiert wird. Dank an den Tatort für einen zumindest publikumswirksamen Versuch. Sonst thematisiert Anne Will gern alles, was vorher im Tatort zum Thema gemacht wurde – Kindstötung, Soldatenheimkehrer usw – Flüchtlinge sind anscheinend nicht Grund genug, die eingefahrenen Muster zu durchbrechen. Wichtiger als die unsägliche Tragödie um die Griechen und ihre Wirtschaft wäre es allemal – zumal die Finanzkrise durchaus weiträumig in der Presse abgebildet ist…

Wer reinschauen will – die nächsten 7 Tage ist der Tatort noch online zu sehen.

May 13 2011

Die Maske fällt…

…. oder gab es sie nie. Bin Laden ist tot und die europäischen Länder streiten um ihre Grenzen bzw. deren Sicherung, aus Anlass der hilfesuchenden Menschen aus den Ländern, die wir aus der Ferne anfeuern ihre diktatorischen Systeme zu stürzen, um dann halbherzig zu helfen. Gleich nach dem Tot bin Ladens wurde gewarnt, vor weiterem Terror, vor neuen Anschlägen. Innenminister Friedrich und die Jusnd tizministerin Leutheuser-Schnarrenberger stritten um die Verlängerung von Gesetzen, worin der Innenminister auch die Warnung vor zukünftigem Terror hochhielt.

Angst als Mittel des Regierens wurde in letzter Zeit selten schöner sichtbar gemacht als hier. Was aber wenn der Terror zurückgeht, was wenn bin Laden und die Djihadisten ihr Momentum verlieren? Die Taliban bomben am Hindukusch, leider. Und auch in bein uns im Westen wird eine Gefahr bleiben.

Jetzt zeigt sich aber, was mit der (realen) Gefahr und der (oft geschürten) Angst vor dem Terror so lange kaschiert werden konnte. Die Überwachung vieler Bereiche unseres Lebens war immer der Wunsch, die Gelegenheit vor 10 Jahren war nur sehr günstig. Die Abschottung und die damit angezettelte Diskussion, auf die auch andere Länder aufspringen werden, ist nur der Anfang. Neue Ängste werden kommen – und der Wunsch nach Überwachung und kontollierender Fürsorge wird bleiben. Aber der Terror und die Ikone bin Laden ist nicht mehr und alle sehen – der König ist nackt bzw. wollte sowieso nur überwachen – Terror hin, bin Laden her!

Die Diskussion sollten sich deshalb darauf konzentrieren, wie viel wir davon, wo und zu welchem Zweck in unseren Gesellschaften brauchen, vertragen, nötig haben. Mit Vernunft geführt werden müssen sie, nicht mit Angst vor den flüchtenden Menschen aus der arabischen Welt.

March 20 2011

Löschanträge wirken

Netzsperren sind das Mittel der Wahl bei Kinderpornographie? Sieht wohl nicht so aus:

- Im Januar hat das BKA aufgrund von gemeldeten Websites mit Kinderpornografie insgesamt 143 Seiten Mitteilungen ins Ausland versandt. 81 Prozent der Seiten lagen bei Providern in drei Staaten (33 Prozent USA, 33 Prozent Russland, 15 Prozent in Kanada).
- Eine Woche nach Versand der ersten Mitteilung hatten die Provider 68 Prozent der beanstandeten Seiten gelöscht, nach zwei Wochen waren 93 Prozent der Seiten gelöscht.
- Nach vier Wochen und zwei weiteren Mahnungen waren 140 der im Januar gemeldeten 143 Seiten gelöscht.

(Quelle: SpOn; mit eigenen Hervorhebungen)

Reposted byDerOrwischercoloredgrayscaleMadMaidharadaymondkroeteppoejmtosses02mydafsoup-01krekkreturn13Ranarionmurdeltaalphabetdatenwolfylem235areyoubored

March 09 2011

February 10 2011

MA – Friedensforschung und Sicherheitspolitik

Auch wenn es das Thema des Blogs nur am Rande trifft soll es hier nicht unerwähnt bleiben, auch weil ich denke, dass Konflikt und Friedensforschung viel mehr Bestandteil von Forschung zu Überwachung und Kontrolle sein sollte bzw. diese Themen auch für die “Surveillance Studies” viel wichtiger sein sollten.

Es gibt hier eine Ausschreibung für den Postgraduierten Masterstudiengang “Friedensforschung und Sicherheitspolitik” 2011/2012 an der Universität Hamburg des Kooperationsverbundes Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Die Bewerbungsfrist für das akademische Jahr 2011/2012 beginnt am 15. Dezember 2010 und endet am 15. März 2011

Noch ist also Zeit sich zu bewerben.

February 02 2011

Kriminelle Orte?

Der Guardian berichtet von den neuen interaktiven Crime maps in Großbritannien, die jetzt veröffentlicht wurden (Guardian. Online crime maps for all streets in England and Wales, 1.2.2011)

Detailed maps providing a monthly snapshot of crime and antisocial behaviour on every street across England and Wales are published for the first time today.
Home Office ministers say it is unprecedented for such interactive crime maps to be published for an entire country and that it has been done without compromising the privacy of victims and witnesses, or having a negative effect on house prices.

Die Aussagen des Home Office finde ich gewagt – denn über die Konsequenzen solcher Kartensysteme lässt sich kurz nach der Inbetriebnahme noch gar nichts sagen. Es funktioniert aber schon – ich frage mich allerdings, ob es nur eine Spielereri mit einem Geo-Daten und Kriminalitätsstatistiken ist oder einen tatsächlichen Mehrwert haben soll – denn dann muss es ja Konsequenzen haben. Zu kommentieren gäbe es jede Menge an diesem Projekt, welches mit 300.000 £ auch nicht gerade billig ist. Wie aussgekräftig sind die dahinter stehenden Statistiken – ich denke an die Schwierigkeiten mit der PKS in Deutschland. Auch geht es nicht nur um Crime, sondern um anti-social behaviour. Was ist das? Warum muss das darin sein. Ein typisches britisches Delikt bzw. ein Phänomen, das vor allem dort große Aufmerksamkeit erfährt und dessen Bearbeitung viel mit Erziehung und Bevormundung zu tun zu haben scheint. Die Ideen sind nicht neu und ich denke auch in Deutschland wird bereits an solchen öffentlichen Projekten gearbeitet. Karten sind ein wunderbares Mittel der Arbeit – auch für die Polizei. Nur in der öffentlichen Verwendung sollte reflektierter mit ihnen umgegangen sein, da Karten auch immer eine Welt schaffen, nicht nur darstellen.

January 21 2011

Profiling an Flughäfen – zur Diskussion

Über das Profiling an Flughäfen wird ja seit einiger Zeit durchaus angeregt diskutiert, oft mit dem Verweis auf die guten Ergebnisse Israels mit ihrem System, welches eben nicht auf allein technische Mittel zurückgreift. Aktuell hat die ZEIT ein Interview zu dem Thema unter der fragwürdigen (zitierten) Überschrift “Will man mit dem Terror fertig werden oder nicht?” (über das Zitat allein kann man sich streiten, aber das soll hier nicht Thema sein).

Ein Artikel vom 23.12. 2010 zeigt, wie das Programm des Verhaltens-Profiling in den USA, welches sich an das israelische anlehnt, aber auf Grund der Menge der Fluggäste, gar nicht voll übernehmen kann, schlicht  nicht so funktioniert wie behauptet wird: 385 Million TSA Program Fails to Detect Terrorists: Behavioral Profiling Program Is Pseudoscience.

Das Problem der falsch Positiven hat auch die geschätzte Kollegin Ann Rudinow Saetnan von der Universität Trondheim bereits 2007 in einem Artikel untersucht und da auch vorgerechnet, wo die eigentlichen Probleme liegen. Der Artikel ist erschienen in der International Criminal Justice Review, Sept. 2007: “Nothing to Hide, Nothing to Fear? : Assessing Technologies for Diagnosis of Security Risks” – (der Artikel ist über Uni-Bibilotheken zu beziehen, die das Journal abonniert haben, oder einfach eine Mail an mich schicken).

Ohne auf die vielen Fallen einzugehen, die beim Thema Verhaltens/Personen-Profiling auftauchen können, sollte nicht vergessen werden, dass das Bilden von Klassifikationen und Kategorien zunächst keiner üblen Absicht entspringt, sondern ein durchaus menschliches Verhalten darstellt, bei dessen Bewertung der Kontext und die (Macht-)Verhältnisse dann das eigentlich Interessante sind. Mehr zu diesem Thema bieten die Autoren Bowker und Star in ihrem Buch “Sorting Things out”, in dem sie den Konsequenzen von Kategorisierungen nachgehen.

January 17 2011

3Sat/Kulturzeit zum “EU-Überwachungsprogramm Indect”

Kurzfristiger Hinweis: Heute abend um 19.20 Uhr sendet das Magazin “Kulturzeit” einen Bericht zum EU-Forschungsprogramm “INDECT”. Der Beitrag wird für einige Zeit länger auch in der Mediathek vorgehalten.

December 09 2010

Vortrag: Grenzsicherung und Kontrolle

Am kommenden Montag, den 13.12.2010, wird  Wolfgang Grenz, stellvertretender Generalsekretär von Amnesty International, Deutschland, an der Uni Hamburg, im Rahmen des Seminars „Europäische Kriminal- und Sicherheitspolitik“ einen Gastvortrag zum Thema Grenzsicherung und Kontrolle unerwünschter Einwanderung in der EU halten.

Hierzu lädt das Institut für Kriminologische Sozialforschung herzlich ein.

Zeit: 12.15 – 14.00 Uhr
Ort: Raum: AP1, Raum 250

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